Mo 16.03.
19:00
Eintritt frei
Kino
silent green Kuppelhalle
zu dem KalenderZu Gast: Heide Schlüpmann im Gespräch mit Michael Wedel (Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf)
Kurz vor Eröffnung des neuen Kino Arsenal könnte kaum ein anderes Buch passender und besser geeignet sein, präsentiert und diskutiert zu werden: Raumgeben – der Film dem Kino. Die Autorin Heide Schlüpmann forderte bereits in den 90er Jahren als damalige Professorin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main dezidiert eine Kinowissenschaft ein. Mit Raumgeben – 2022 im Verlag Vorwerk 8 erschienen – formuliert sie ein vielschichtiges Plädoyer für das Kino selbst und lässt die Leser*innen in drei umfangreichen Kapiteln an ihrem Nachdenken über eine Theorie und Geschichte des Kinos teilhaben. Immer wieder auch aus der Position der Kinogängerin reflektiert Schlüpmann theoretische, filmkritische und wissenschaftliche Betrachtungen des Kinoraums von den 70ern bis in die 2010er Jahre, sie hebt die Bedeutung der Beschäftigung mit dem Frühen Kino für die Auseinandersetzung mit dem Kinoraum hervor und rückt ihn in den Kontext der Tradition und Theorien des Privatraums.
„Mich interessiert das, was durch die Transformation des Films in ein kinounabhängiges Medium herausfällt. Die aktuelle Situation der digitalen Verbreitung, auch der Filmgeschichte, ist der Grund dafür, sich Gedanken zum Kino zu machen, um sich von da aus abermals dem Film zuzuwenden. In diesem Nachdenken kommen Ansätze einer Theorie des Kinos aus den siebziger und achtziger Jahren wieder in den Sinn, und die feministische Theorie und Kritik dieser Zeit veranlasst zu Konjekturen zwischen dem Privaten und dem Lichtspielhaus. Kino ist mehr als ein Dispositiv, es ist ein geschichtliches Phänomen, ein Haus, in das sich, so möchte ich darlegen, das Widerständige des einstmals Privaten, des häuslichen Lebens rettet.“ (Heide Schlüpmann)
Über Raumgeben – der Film dem Kino sprechen in der Kuppelhalle des silent green (Gerichtstr. 35, Berlin-Wedding) Heide Schlüpmann und Michael Wedel (Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf).
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